Weitere Hintergrundinformationen zu dem Thema "Assessment-Center in der Praxis"

Assessment Center in der Praxis

„Es gibt nichts, was es nicht gibt“ ist ein passender Satz, der als Vorbereitung vor einem Assessment-Center (AC) im Kopf behalten werden soll. Denn trotz aller intensiven Recherche bezüglich des Unternehmens, der Branche, der Produkte, der KundInnen und der Stellung am Markt kommt immer etwas, mit dem man nicht gerechnet hat.

Die Fülle der Literatur über Assessment-Center ist groß. Es empfiehlt sich, sich einen Überblick zu verschaffen und die wesentlichen Aufgaben im Trockendurchgang zu üben:

  • Selbstpräsentation,
  • Antworten auf schwierige Fragen,
  • Struktur und Aufbau eines Sachthemas,
  • Anlegen einer Präsentation,
  • Umgang mit digitalen Instrumenten und Hilfsmitteln.

Eine Möglichkeit des Übens ist das Verfassen von Fragen, die gestellt werden können. Dabei muss es sich nicht nur um Fachwissen handeln, sondern es können auch Fragen sein wie:

  • Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Teamarbeit aus?
  • Wo sehen Sie sich selbst in 10 Jahren?
  • Was sind Ihre beruflichen Ziele?
  • Wie kann professionelles Handeln gefördert werden?
  • etc.


Tipp: Eine andere Person kann die Fragen stellen, auf die geantwortet werden soll. Für eine recht realistische Situation sollte der/die Person Ihnen gegenüber an einem Tisch sitzen und sich während der Beantwortung Notizen machen. Was bleibt bei ihm/ihr hängen? Eine weitere Hilfestellung für Ihre eigene Einschätzung ist das Stoppen von Zeit. Hier kann Ihr Gegenüber mit Hilfe einer Uhr Zeitnotizen zu jeder Frage schreiben.

Das Üben bedeutet aber nicht, dass das Gesagte auswendig gelernt werden soll. Beim Assessment-Center kommt es sehr auf die authentische Ausstrahlung der eingeladenen BewerberInnen an.

TIPP: Schwächen und Stärken hat jede Person. Ehrlichkeit bringt plus Punkte. Achten Sie aber darauf, dass Sie Ihre Stärken ausformulieren und so hervorheben.

Wer eine gute Selbstwahrnehmung hat, kann zum Beispiel seinen Werdegang in die wichtigsten Stationen zusammenfassen, wodurch ein roter Faden entsteht. Er bzw. sie weiß aber auch die Lücken oder Brüche zu erläutern, die im jedem Werdegang stecken. Auch das kann mit jemandem geübt werden. Oft ist es hilfreich, jemanden einen Fragebogen über einen selbst ausfüllen zu lassen. Stärken und Schwächen werden dadurch noch Mal hervorgehoben und vielleicht eröffnet sich auch Neues, was für einen selbst nicht präsent ist.

  • PsychologInnen,
  • BeobachterInnen und
  • PersonalerInnen


können im AC anwesend sein. Die Personen sind geschult auf genaues Hinhören und im Lesen von Körpersprache, sowie im Beobachten der gezeigten Verhaltensweisen. Meistens sind die Anforderungen an BewerberInnen im Stellenprofil und an die Strukturen der Arbeit in Teams bekannt. Gerade deshalb legen die Einladenden viel Wert auf alles, was gesagt, getan und vermieden wird. Da AC länger dauern können, als nur einen Tag, bedeutet für die TeilnehmerInnen ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen.

Tipp: Nutzen Sie Ihre Pausen immer zur Entspannung. Wenn Sie andere BewerberInnen treffen, dann unterhalten Sie sich über andere Dinge, um Ihre Anspannung loszuwerden und nicht in den Vergleich zu treten.

  • Was tue ich?
  • Was sage ich?
  • Wie bewege ich mich?


Wer noch während des AC seine Erfahrungen in den sozialen Netzwerken postet, verstößt gegen die Regeln. Denn zu Beginn wird sich zumeist darauf geeinigt, dass alles, was geschieht, im Raum bleibt. Darüber hinaus können sich die Professionellen bereits bei der Einladung zum AC darüber informiert haben, ob die
BewerberInnen in Netzwerken zu finden sind und welche Rolle sie dort spielen. Dass das Private vom Beruflichen getrennt wird, sollte eine klare Aussage sein.

Angst vor einem Assessment-Center brauchen Sie nicht haben. Zusammenfassend ist die Neugier an den Herausforderungen von Vorteil und auch eine authentische Herangehensweise. In dem Seminar „Assessment-Center in der Praxis“ kommen die TeilnehmerInnen eine Einschätzung der anderen TeilnehmerInnen und des/der TrainerIn. Denn durch Simulation der Situation wird das Gelernte geübt und Methoden können direkt angewandt werden.

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